Botswana

 

Reisezeit: 19.04.2016 – 07.04.2016

 

Visum: 90 Tage kostenfrei an der Grenze

Carnet de Passages: Ja.

Währung: Pula. 12 Pula = 1 Euro

Diesel: 7,25 Pula/l

Benzin: 7,68 Pula/l

Bargeld: An zahlreichen ATM.

Kreditkarten: Große Akzeptanz.

Road Tax: 270 Pula für drei Monate.

Versicherung: Wir mussten keine abschließen.

 

Also, da stehen wir mal wieder an der sambischen Grenze bei Chipata und es ist der 15.04.2016. Da wir all unser sambisches Geld bei der letzten Ausreise aufgebraucht hatten (weil eine Rückkehr nach Sambia für uns ausgeschlossen galt), stehen wir nun ohne Bargeld hier. Der einzige Geldautomat an diesem Grenzübergang hat den Geist aufgegeben. Bargeld tauschen ist zwar bei den vielen Schwarzwechslern kein Problem, aber sie belagern einen wie Fliegen einen Haufen Scheiße und das geht einem mächtig auf den Sack. Zudem kommt noch, dass der Kwacha dem Euro gegenüber in den letzten sechs Wochen um etwa 20% angestiegen ist und es unseren Aufenthalt erheblich verteuern würde, wenn wir uns länger hier aufhalten würden. Anstatt 12,6 ZKw bekommen wir jetzt nur noch etwa 10 ZKw für unseren Euro. Also benutzen wir Sambia nur als Transitland, um nach Botswana zu kommen. So hat sich natürlich auch der Diesel erheblich verteuert, aber meinen Berechnungen zu Folge sollte es bis Botswana reichen.

Am 19.04.2016 stehen wir mal wieder am Sambesi, der die natürliche Grenze zu Botswana bildet und den es nun abermals zu überqueren gilt. Bei der letzten Überquerung haben wir noch 40 US$ bezahlen müssen und nun gibt man uns die Gelegenheit auch in anderen Währungen bezahlen zu können. Entweder 200 sambische Kwacha, 290 Botswana Pula oder 290 südafrikanische Rand. Da wir noch ein paar Rand in der Tasche haben, zahlen wir natürlich mit Rand, denn das wird für uns am billigsten. So kostet uns die Fähre nur noch etwa 20 US$. Nachdem wir auf Botswana Seite die wie üblich unfreundliche Einreise abstempeln lassen, machen wir uns auf nach Nata.

Der Weg dorthin ist uns gut bekannt, denn wir kommen wieder an unseren altbekannten Übernachtungsstellen vorbei und bleiben hier stehen. Außer am ersten Abend, wo uns ein großer Elefantenbulle besucht, bleibt alles ruhig. Aber auch er verliert wenig später das Interesse an uns und trottet gemächlich dem Sonnenuntergang entgegen. In Nata füllen wir unsere Dieselvorräte wieder auf. Im Moment bekommen wir für unseren Euro wesentlich mehr, gleichzeitig ist der Treibstoffpreis gesunken, sodass wir den Liter Diesel für 0,60 Euro kriegen. Also rinn mit der billigen Plörre!

 

Video: Afrikanische Folklore

 

Nun sind wir mittlerweise in Maun angekommen, nur einen Steinwurf vom Okavango-Delta entfernt. Auf dem Sedia Riverside Hotel mit eigenem Camping handeln wir einen Rabatt aus, weil wir hier einige Zeit stehen wollen. Es stellt sich heraus, dass es nicht die schlechteste Wahl ist, sich hier niederzulassen. Der Fluss Thamalakane fließt nur etwa hundert Meter vom Camping mit Niedrigwasser ruhig vor sich hin. Fischadler und Reiher teilen sich hier das Jagdrevier, was nicht immer ganz ohne Streitigkeiten abgeht. Man sollte meinen, dass ein großer Fischadler die Oberhand behält, jedoch wissen sich die riesigen Reiher zu wehren. Permanent und lautstark hacken sie auf die Adler ein und nicht selten sehen die Adler keinen anderen Ausweg als den Rückzug in die nahegelegenen Bäume anzutreten. Auch ein einzelnes Flusspferd können wir jeden Tag von unserem Platz aus beobachten, wie es sich im dicht bewachsenen Gemüse im Fluss den Bauch vollschlägt. Es ist fast wie Urlaub hier.

Aber auch den schönsten Platz muß man mal verlassen, da wir ja wieder nach Südafrika wollen. Unsere Wild Card, die Generaleintrittskarte für die meisten Nationalparks dort, ist immer noch gültig und wir wollen sie ja schließlich nicht verfallen lassen. Also machen wir uns am 07.05.2016 ein weiteres Mal nach Südafrika auf. Diesmal haben wir uns einen klitzekleinen Übergang  bei Zanzibar ausgesucht. Scheinbar haben die einzigen beiden Beamten die Dienst tun, einen guten Tag. Mit einem Lachen und flotten Sprüchen bearbeiten sie unsere Ausreise, welch seltenes Bild in Botswana! Wir machen uns auf einer schmalen Erdpiste mit zwei schmalen Betonbrücken, die es zu überqueren gilt, auf zur anderen Seite.

Also, wir sehen uns wieder in Südafrika.

 

Walter und Marion

 




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