Thailand - Teil 1

 

Reisezeit: 13.10.2013 – 10.12.2013

 

Visum: Wir haben Touristenvisa mit Double Entry (2 x 2 Monate) bei der Botschaft in Vientiane (Laos) beantragt.

Carnet de Passages: Ja, es geht aber auch ohne. Es wird aber für die temporäre Einfuhr des Fahrzeugs eine Gebühr von 235 Baht erhoben. Diese Einfuhr gilt begrenzt für 4 Wochen, die man um weitere 4 Wochen in jedem Zollamt in Häfen oder auch in Bangkok verlängern kann.

Währung: Thailändischer Baht. 1 Euro = 42 Baht.

Diesel: 30,0 Baht/l.

Benzin: 38,0 Baht/l.

Bargeld: Jeder Supermarkt oder Einkaufszentrum hat mindestens einen ATM. Wir bekommen mit Visa bis zu 20000 Baht. Aber auch Master wird akzeptiert. Pro Abhebung wird eine Gebühr von 150 Baht fällig.

Kreditkarten: An Tankstellen der größeren Straßen und Einkaufszentren usw. kein Problem, außerhalb eher weniger Akzeptanz.

Fahrzeugversicherung: Ist nicht obligatorisch, wir fahren erst mal ohne.

 

13.10.2013. Da stehen wir nun am thailändischen Grenzposten Mukdahan und wir haben das Gefühl, als seien wir die ersten Touristen, die jemals mit ihrem eigenen Fahrzeug hier die Grenze passieren wollen. Die Passbearbeitung ist in drei Minuten gelaufen. Was aber die Einfuhr unseres Fahrzeugs angeht, tut man sich schwer. Drei Personen benötigen mindestens 30 Minuten, um sich klar zu werden, welches Formular nun das richtige sei. Dann legen sie uns ein altes Carnet de Passages vor, so nach dem Motto, alles wäre viel einfacher mit diesem Papier. Haben wir aber nicht, also lasst euch was einfallen?! Wir sehen aber auf die Schnelle, dass ein temporäres Einfuhrpapier am diesem Carnet angeheftet ist. Wir fragen, warum sie nicht dieses Formular benutzen würden? Wieder eine längere Diskussion, dann o.k., das könnten wir nehmen. Puuuuuuhhhh, war das eine schwere Geburt. Es ist eigentlich das erste Mal auf unserer gesamten Reise, dass sich eine Zollbehörde mit der Einfuhr unseres Fahrzeugs so schwer tut. Kurz hinter dem Zoll wird man auf die linke Fahrspur geleitet, in Thailand ist Linksverkehr angesagt!!!!

Als wenn die Thais wüssten, dass wir ausgehungert sind. Drum haben sie in der Nähe der Grenze einen schönen, großen Supermarkt platziert. Hier kann man sich mal wieder mit Sachen eindecken, die es längere Zeit nicht gegeben hat. Ich rolle auf jeden Fall einen 2 Kilo Edamer Käse aus dem Supermarkt.

 

Video: Wir nehmen euch mit auf eine Fahrt durch Det Udom

 

Thailand haut uns, zumindest in dieser Gegend, nicht aus den Pantinen. Reisanbau wohin das Auge schaut und weiterhin schwül-heiß und fast jede Nacht Regen. Zumindest steht dieser Teil Thailands, den wir gerade bereisen – wir sind auf dem Weg nach Bangkok – komplett unter Wasser. Nur da, wo sich Menschen angesiedelt haben stehen Häuser auf Stelzen, oder man hat Firmengelände o.ä. nach riesigen Erdbewegungen auf Inseln gebaut. Des Öfteren findet man diese Inseln auch unbewohnt. Hier finden wir ab und an mal einen Übernachtungsplatz, aber nie richtig weit weg von der Straße. Ohne 4x4-Antrieb hält man sich jedoch von diesen Inseln fern. Sollte es anfangen zu regnen, weicht der Boden sehr schnell auf und man hat alle Räder voll zu tun, um sich wieder aus der Pampe zu befreien.

Als wir Bangkok erreichen, wollen wir zu MAN, was sehr schwierig zu finden ist. Und eigentlich ist es gar keine richtige MAN-Werkstatt, sondern eine Fuso-Werkstatt, die MAN mit vertreten. Was sich uns aber hier darbietet, ist ein Armutszeugnis für MAN. Sie haben zwar im 2. Stock ein eigenes Büro, aber nicht wirklich was zu tun. Bislang habe man nur 2 Einheiten verkauft, weil sie zu teuer sind, wird mir gesagt. Weil unser Hinterachskardanflansch anfängt zu lecken, könnten sie das ja gleich mitmachen. Der Mann, der für die Ersatzteilbestellung zuständig ist, teilt mir jedoch mit, sie können nur Teile für Modelle bestellen, die sie auch hier verkaufen und unser Modell gehört definitiv nicht dazu. Na, wie blöd ist das denn!!!!!!!!!!! Mir macht es den Eindruck, der Junge hat nicht den blassesten Schimmer von seinem Job. Sie sind zwar alle sehr nett und hilfsbereit, aber geistig nicht besonders beweglich oder einfallsreich. Zum Beispiel habe ich fast zwei Tage gebraucht, um ihnen zu erklären,

dass ich Bronzebuchsen als Federlager haben will und die man doch irgendwo drehen lassen könne. Nein, also, so was gibt es nicht bei MAN in der Liste und dann ist das auch nicht möglich. Das haben sie sich schon gut von Deutschland abgeschaut. Zum anderen muss man das Firmengelände zu Wochenenden oder Feiertagen verlassen, wobei man in der Woche hier im Fahrzeug übernachten kann. Dieses Hin und Her ist uns allerdings zu viel und wir machen uns schnell wieder unverrichteter Dinge von dannen.

In der Zwischenzeit setze ich mich in ein Taxi und lasse mich ins 40 Kilometer entfernte Customs Office von Bangkok fahren, um den Aufenthalt für Goliath zu verlängern. Diese Verlängerung ist umsonst, ich muss mir jedoch von der Zollchefin eine Standpauke anhören, weil ich viel zu früh gekommen bin. 7-5 Tage vor Ablaufdatum sei eine Verlängerung normalerweise erst möglich. Da ich aber 40 Kilometer mit dem Taxi gefahren sei, würde sie eine Ausnahme machen. Das Taxi kostet mich für den Hin- und Rückweg 12,50 Euro. Noch Fragen?

Wir machen uns auf nach Phimai, um die historischen Khmer-Ruinen zu besichtigen. Die Ruinen, die zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert erbaut worden sind, sind ein lohnender Besuch. Ganz in der Nähe gibt es einen buddhistischen Tempel, an den wir uns zum Übernachten stellen. Hier scheint eine Truppe von Mönchen auf Campingurlaub zu sein, denn direkt neben uns, hinter der Mauer, bricht plötzlich hektisches Treiben aus. Etwa 20 Mönche fegen den Platz und bauen ihre Zelte auf. Einer der Mönche kann Englisch, erzählt uns, dass er sich für die Rally Paris Dakar und Camel Tourist Trophy interessiert. Am Morgen sind sie zeitig wieder verschwunden. Mal abgesehen von den freundlichen Mönchen, ist dieser Platz zum Übernachten nicht zu empfehlen. Jugendliche sind mit ihren Motorrollern fast die ganze Nacht unterwegs und rauben uns den Schlaf. Zum anderen handelt es sich zudem um einen Busterminal, von wo die Busse früh morgens starten.

Bei den häufigen Polizeikontrollen werden wir meistens durchgewunken, aber ab und an kommt es dann doch mal vor, dass wir angehalten werden. Da stehen dann mehrere obercoole, sonnenbebrillte, adrette Polizisten vor einem und verlangen den Führerschein. Nachdem der dann mehrere Male gedreht und gewendet wurde, fragt man mit einem freundlichen Lächeln, ob sie sich mit mir vor unserem Fahrzeug ablichten können. Das war‘s.

Ein weiterer Anlaufpunkt ist für uns das Dorf King Cobra Village. Hier hat man sich einen Namen gemacht, indem man Shows mit diesen äußerst giftigen Reptilien vorführt. Mehrmals am Tag zeigen sie Touristen eine gefährliche Show und am Ende kann jeder bezahlen, was er für angemessen hält. Die Schlangen scheinen nicht besonders aggressiv zu sein, denn erst wenn sie gereizt werden, richten sie sich auf und versuchen zu beißen. Am Ende der Vorführung sieht es so aus, als seien die Schlangen froh, wenn sie sich wieder in ihre Holzkisten flüchten können, in der sie bis zur nächsten Show ihre Ruhe haben. Hinterher kann man sich noch viele dieser schönen Tiere in verschiedenen Käfigen anschauen, unter anderem sieht man mehrere ausgewachsene Königskobras, die eine Länge von bis zu 4,20 Meter haben. Ein ausgewachsenes Tier bietet uns ein ungewöhnliches Schauspiel. Sie ist ständig auf der Suche nach einem Fluchtweg. Da sie aber auf dem Boden keinen findet, richtet sie sich fast unglaubliche, zwei Meter bis zur Decke auf. Nach wenigen Sekunden allerdings, verlassen sie ihre Kräfte und sie fällt mit einem lauten „Platsch“ wieder auf den Boden ihres Gefängnisses zurück. Na, wenn die keine Gehirnerschütterung davonträgt! Leider können wir von dieser Szene kein Foto machen, da uns der Maschendraht im Weg ist. Zum Schluss lasse ich es mir nicht nehmen, noch eine der zahlreichen Pythons um den Hals zu hängen. Einfach faszinierende Tiere und viel zu schade sie in Gefangenschaft zu halten.

Der See Lam Pao ist unser nächstes Ziel und wir erhoffen uns, dass es sich lohnt, hier einige Tage mal an einer Stelle stehen zu könne. In den letzten Wochen war das leider nicht der Fall. Und wir finden tatsächlich einen relativ ruhigen Platz direkt am Wasser. Wir schaffen es jedenfalls hier eine Woche zu verbringen. Fliegende Händler auf ihren Mopeds versorgen uns mit Eiscreme, gefüllten Teigtaschen, Ananas und anderen leckeren Sachen. Wir hätten auch noch länger hier stehen können, jedoch gehen die meisten Thais recht schändlich mit ihrem Müll um. Sie verstehen es sehr gut, sich die schönsten Plätze innerhalb weniger Tage so zu versauen, dass man dort nicht mehr stehen will. Achtlos entledigt man sich trotz bereitstehender Mülltonnen seines mitgebrachten Mülls, der dann logischerweise in der Hitze anfängt zu stinken. Wir packen also unsere sieben Sachen und ziehen weiter und machen uns auf nach Sam Phan Bok.

Hier erreicht der Mekong seine schmalste Stelle, auf der anderen Seite befindet sich Laos. Bekannt ist dieser Ort, weil zu Zeiten von Niedrigwasser riesige Sandsteinfelsen frei werden, in denen große Auswaschungen (Becken) zu Tage treten. Für jeden Fotografen ein Leckerbissen und auch für jeden, der gerne baden geht. Ich wäre gerne in einige dieser smaragdgrünen Löcher gesprungen, aber ich bin froh meine letzte Ohrenentzündung überstanden zu haben. Nur wenige Touristen verirren sich hierher, aber scheinbar soll sich das in Zukunft ändern. Mit großen Maschinen wird zurzeit das Ufer neu gestaltet, eine Uferpromenade ist im Bau und kleine Bungalows werden gebaut. Die Zeit der Ruhe wird hier wohl bald vorbei sein.

Seit etwa zwei Wochen machen wir uns Gedanken über seltsame Geräusche auf unserem Goliath, gerade zur Dämmerung und in der Nacht. Für mich steht fest, das ist ein Vogel, der sich abends einen sicheren Übernachtungsplatz sucht. Marion behauptet es sei ein Gecko. Ständig hören wir ein lautes Tschik, Tschik Tschik. Wenn meine Frau einmal einen Gedanken gefasst hat, wird er auch ausgeführt, also wird gegoogelt. Dabei kommt raus, dass es tatsächlich in Asien Geckos gibt, die Laute von sich geben. Und eines Abends sehen und hören wir ihn. Er hängt am Mückengitter vor unserem Fenster, und schnappt sich die vom Licht angelockten Insekten und wir hören wieder dieses Tschik, Tschik, Tschik. Tagsüber verbringt er die Zeit unter unseren Solarpanelen auf dem Dach und so fährt er schon seit geraumer Zeit mit uns mit, sozusagen, ein Gecko auf Urlaub. Marion hat unseren etwa 8 cm großen Gast Achim getauft. Was bei uns ein Theater veranstaltet wird, wegen dieses kleinen Reptils. Eines Morgens huscht Achim beim Öffnen eines Mückengitters in unsere Kabine und flüchtet sich voller Panik unter unserer Toilette, danach gibt er keinen Laut mehr von sich. Er wird doch nicht schon hinüber sein? Zwei Tage lasse ich die Toilettenklappe von außen auf und siehe da, am Abend sitzt er wieder am Fenster. Was will er auch mehr, er trifft immer neue Leute, haut sich abends den Bauch mit Fliegen voll und seit neustem wird er mit frischer Papaya gefüttert. Der hat ein Leben!

Wir sind auf dem Weg nach Ubon Ratchathani, denn unsere Vorräte gehen zu Ende und tanken müssen wir auch. An den größeren Tankstellen bekommt man als Bonus ein Sixpack 1,5 Liter Mineralwasser dazu und in der Stadt gibt es unter anderem einen Makro Supermarkt, der meinen 2-Kilo-Edamer-Käse führt. Zu alledem finden wir außerdem das erste Mal deutsches Vollkornbrot von Mestemacher. Endlich mal was anderes essen, als diese Weißbrotpappe. Wir kaufen sofort das ganze Regal leer, zu sündhaft teurem Preis, zudem noch lange haltbar.

Einige Abende später machen wir in einem kleinen Ort einen Übernachtungsplatz aus und beschließen auch den nächsten Tag noch hier stehen zu bleiben. Unser Internetstick muss verlängert werden und gleichzeitig wollen wir kleinere Besorgungen machen. Am Ende des zweiten Tages kommt ein hier beheimateter Inder auf uns zu. Er spräche nur ein schlechtes Englisch und einige Leute hätten ihn losgeschickt, um uns zu fragen, was wir denn hier wollen. Es gäbe hier keinen Sextourismus, keine Berge und kein Meer. Folglich könnten wir nur ein Problem haben. Wir antworten, wir seien die letzten Tage sehr viel gefahren und würden nur einen Tag ausspannen. Also wo ginge das besser, als in einem kleinen Dorf ohne viel Verkehr, Lärm und Abgase. Schmunzelnd zieht er von dannen, um diese Neuigkeit den Dorfbewohnern zu überbringen.

Zum ersten Mal ist auch eine unserer 11-Kilo-Gasflaschen leer. Ganz einfach können wir sie mit unserem US-Adapter an einer LPG-Autogas-Tankstelle füllen lassen. Der Tankwart kann allerdings mit Kilo nichts anfangen, er braucht eine Literangabe. Also wird überschlagen, 11 Kilo macht etwa 22 Liter, danach kurz geschüttelt, ob noch genug Platz ist und noch mal 2 Liter rein. Bei 24 Liter machen wir Schluss, obwohl die Flasche noch immer nicht ganz voll ist.

Danach geht‘s weiter nach Surin zum Elefantenfestival. Am 15.-17.11. beginnt hier jedes Jahr diese Show. Rund 250 Elefanten treffen hier ein, um den Zuschauern zu zeigen, wie sie früher eingesetzt wurden. Da die thailändische Regierung das Abholzen der Wälder stark eingeschränkt hat und die Arbeit heute mit Maschinen bewältigt wird, sind die meisten Elefanten arbeitslos geworden. Die Elefantenführer müssen sich nun auf andere Art und Weise ihr Geld verdienen. So ziehen sie durch die Stadt, die Tiere halten den Menschen eine Tüte Zuckerrohr entgegen, man nimmt sie und füttert den Elefanten damit. Dann gibt dem Tier einen 20-Baht-Schein, den er mit dem seinem Mahut weiterreicht. Die Show, die im Stadion von Surin abgehalten wird, ist natürlich eine riesige Touristenattraktion und dementsprechend sollte man sich Tickets frühzeitig besorgen. Und nicht die Ohrenstöpsel vergessen, denn alle Veranstaltungen sind in Thailand so laut, dass einem fast das Trommelfell platzt.

 

Video: Pfeile werfende Elefanten ; Video: Basketballspiel der Elefanten ; Video: Der schönste Elefantenhüftschwung aller Zeiten ; Video: Tauziehen ; Video: Fußballspiel ; Video: Tor 1 ; Video: Tor 2 ; Video: Schauspiel ; Video: Thailändischer Tanz.

 

Kurze Zeit später stehen wir schon bei einem Schulfreund meines Schwiegervaters, der vor 10 Jahren nach Thailand ausgewandert ist. Mit ihm zusammen erkunden wir die Gegend. Ein Tag auf unserer Reise könnte sich auch so anhören. Wir schreiben den 01.12.2556, Reisemobil Goliath und seine Crew sind in den unendlichen Weiten der Erde unterwegs, um fremde Länder, Menschen und Kulturen zu erforschen. Chefnavigator Marion kriecht in den Tiefen ihres Kellers umher, um irgendwo ihren Weihnachtsschmuck auszugraben. Captain Walter versucht den Heerscharen von Aliens (Ameisen) abzuwehren, die versuchen das Reisemobil zu übernehmen. Nach dem buddhistischen Kalender befinden wir uns nämlich im Jahr 2556.

Nach fast zwei Wochen ziehen wir es allerdings vor, die Gastfreundschaft von Günter nicht weiter zu strapazieren. Wir verlassen unseren Gastgeber und ziehen an den Dorfrand um. An einem kleinen See feiern wir den ersten Advent, bei 30°C und Sonnenschein. Nachdem die meisten Eintrittspforten an unserem Fahrzeug mit etwas Chemie bearbeitet worden sind, werden auch so langsam die Armeen von Plagegeistern weniger. Marion hat in unserem Keller auch ihr Waffeleisen wieder gefunden und bereitet am Morgen den Teig vor. Am Nachmittag genießen wir die Waffelröllchen mit Sahne und einen schönen Ausblick auf den See. Ja Leute, auch so kann man die Weihnachtszeit angehen.

In 11 Tagen müssen wir wegen unserer ablaufenden Visa Thailand verlassen. Kambodscha ist nur noch 140 Kilometer entfernt, es ist also keine Eile angesagt. Am 09.12. raffen wir uns auf, um zur kambodschanischen Grenze zu kommen. Jedoch müssen wir noch einmal bei Günter vorbei, um uns zu verabschieden und um einen unserer Wassertanks zu füllen. In Lahansai machen wir noch die Dieselfässer und das Vorratslager voll. Weil wir aber nicht gerne am Nachmittag über irgendwelche Grenzen gehen möchten, suchen wir uns etwa 40 Kilometer vor der Grenze noch einmal einen Nachtplatz. Wir gehen mal davon aus, dass es bei der Ausreise aus Thailand keine Probleme geben wird, drum verabschieden wir uns jetzt schon einmal mit sonnigen 30°C aus Thailand. Ach übrigens, Gecko „Achim“ weilt immer noch unter unserem Solarpanel und scheint sich immer noch sauwohl zu fühlen.

 

Bis dahin. Die 3.

 

Marions Fazit: In Thailand fehlt uns der Spassfaktor Offroad-Fahren. Zumindest in der Region des Isaan, in der wir bislang unterwegs waren. Nur Reisfelder, Reisfelder und abermals Reisfelder. Dazwischen Kautschuk-Plantagen und Maniok. Abseitsfahren ist in Thailand gefährlich. Nicht wegen Minen, sondern wegen der sumpfigen Gebiete - auch Wiesen zählen dazu. Sie sind oftmals oberflächlich hart, aber darunter befindet sich übler Wackelpudding. Zum anderen ist uns zu heiß und zu schwül. Wir hoffen, dass der Norden und der Süden uns besser gefallen werden. Der dritte Punkt ist die extreme Lautstärke, die wir einfach nicht mehr gewohnt sind. Aber nun sind wir mal hier und müssen da durch. Es kommen wieder andere Zeiten.