Kanada.

 

Reisezeit: 24.06.2008 bis 12.08.2008

 

Am 24.06.08 stehen wir am Grenzposten von Kanada, am Top of the World Highway. Haben sie Waffen oder Alkohol dabei? Nein, Waffen haben wir keine und den Alkohol haben wir gestern Abend vernichtet. Und wie geht es ihnen dann heute, fragt der Beamte lachend. Das sind die einzigen Fragen, die uns gestellt werden und es wird uns eine gute Reise gewünscht. Nein, das stimmt nicht ganz, diesmal fragt der Grenzer nach den Impfungen für die Hunde. Nachdem wir ihm die Hundepässe zeigen, ist er zufrieden. Mittlerweile glaube ich, dass uns der Tierarzt in den USA wegen des angeblich erforderlichen Gesundheitszeugnisses reingelegt hat und nur seine Kohle gewittert hat.

Einige Kilometer hinter Rock Creek verlassen wir den Top of the World Highway, um ein Teilstück des Dempster Highway zu fahren, der nach ca. 730 Km als Sackgasse in Inuvik endet. Er wird als sehr schön bezeichnet. Eine außerordentlich schöne Landschaft wird uns geboten. Viele Tiere zeigen kaum Scheu vor uns, so wie ein süßes Murmeltier, das wir an der Straße antreffen. Ich halte an, weil Marion ein Landschaftsfoto machen will, da taucht plötzlich dieses Murmeltier aus dem Graben auf. Marion, da hinter dir, mach mal ein Foto. 10 Meter hinter ihr sitzt dieses Murmel. Marion schleicht sich ganz langsam an, schießt ein Foto nach dem anderen, bis sie auf einen Meter heran ist, doch es zeigt immer noch keine Scheu. Nein, ganz im Gegenteil, es scheint sich bewusst zu sein im Rampenlicht zu stehen. Zum guten Schluss legt es sich hin, streckt die Hinterbeine nach hinten aus und badet sich in der Sonne. Erst ein herannahendes Auto beendet diese Fotosession.

Am nächsten Tag stoßen wir wieder auf den Top of the World Highway und beschließen an den Five Finger Rapids zu übernachten. Diese Engstelle des Klondike mit ihren Stromschnellen stellte die Besatzung des Dampfschiffes Klondike, welches zu Zeiten des Goldrausches auf seinem Weg hier durch musste, vor schwierige Aufgaben. Am nächsten Morgen mache ich wie immer mit unseren beiden Kampfdackeln eine Blasenentleerungsrunde. 5 Meter hinter uns raschelt es im Gebüsch. Whisky und ich stehen wie angewurzelt da, Eros kriegt wie immer nichts mit, da kommt ganz gemächlich ein großer, junger Elchbulle aus dem Gestrüpp, schaut uns drei an und trabt gemütlich auf die andere Straßenseite. Whisky scheint den Ernst der Lage zu begreifen und rennt glücklicherweise mal nicht los. Ich rufe: "Marion, los schnell den Fotoapparat." "Ich kann nicht, ich sitze auf dem Klo". Es gelingt ihr trotzdem noch ein Schnappschuss.

Ab Carmacks geht's weiter auf dem Robert Campbell Highway bis nach Watson Lake. Einst ein unbedeutendes Versorgungsörtchen der Erdölindustrie, bis jemand auf die Idee kam hier sein Nummernschild an einen Pfosten zu nageln. Danach machten es ihm ca. 60.000 Menschen nach und jedes Jahr kommen ca. 2.000 hinzu. Mittlerweile hängen hier nicht nur Fahrzeugkennzeichen, sondern auch Ortstafeln usw., es ist ein richtiger Wallfahrtsort geworden. Seit Anbeginn unserer Reise schleppen wir ein drittes Kennzeichen mit uns herum, nun ist die Gelegenheit gekommen, um uns hier in diesem Schilderwald zu verewigen.

Rein zufällig und völlig unerwartet treffen wir die beiden Schweizer Gaby und Guido wieder, mit denen wir schon einige Zeit bei Rick und Jean in Oregon zusammen waren. Sie reisen gerade mit Dagmar und Lars aus Dresden, die auf einer HPN BMW unterwegs sind. Na welch eine Freude, dann können wir auch einige Tage zusammen auf einen Camping gehen, denn es gibt viel zu quatschen. Wie viele dieser Campingplätze hat auch dieser WiFi-Anschluss. Wir schreiben mal eben kurz eine Mail an Katrin und Swen, wir trafen sie mal auf einem Wal Mart Parkplatz in den USA. Die beiden sind auf dem Weg nach Alaska, da wollen wir mal schauen wo die stecken. Fünf Minuten später stehen die beiden neben uns auf dem Camping, wie klein doch die Welt ist. Swen lädt mich im Laufe der Tage zum Angeln ein, übrigens das erste Mal in meinem Leben, zum Glück habe ich nichts am Haken, ich hätte ihn sowieso nicht töten können. Nach einigen Tagen der Völlerei trennen sich unsere Wege wieder und wir sind uns sicher, irgendwo auf dieser Welt treffen wir uns wieder. Wir würden uns riesig freuen. Es war eine schöne Zeit mit euch allen.

Auf unserem Weg nach Fort Nelson treffen wir mehrmals auf große Bisonherden, die direkt am Straßenrand weiden. In Fort Nelson erkundigen wir uns nach dem Zustand des Liard Highway, den wir fahren wollen. Swen hatte uns bei unserem Treffen gesagt, diese Gravelroad sei wegen starker Regenfälle aufgeweicht und deshalb nur für leichte Fahrzeuge zu befahren. Die Touristeninfo bestätigt uns den Zustand, wir könnten es aber versuchen, sollten aber damit rechnen, dass wir zurückgeschickt würden. Für uns bedeutet das, natürlich probieren wir es. Also volltanken und ab auf den ca. 300 Km langen Liard Highway. Bei der Einfahrt zum Highway, kein Hinweis auf eine Baustelle oder Tonnenbegrenzung. Erst bei Km 180 bei Fort Liard steht ein Schild nur für Fahrzeuge bis max. 4,6 Tonnen. Na tolle Wurst, ich dreh doch jetzt nicht mehr um! Bis Km 235 ist die Strecke Topp, dann folgen in unregelmäßigen Abständen aufgewühlte Abschnitte, für uns jedoch kein Problem. Bei Km 255 sehen wir plötzlich diese Baustelle vor uns auftauchen. Mal schauen, ob wir nun Mecker kriegen. Der Fuzzi, der den so gut wie nicht vorhandenen Verkehr regeln soll, ist so perplex, dass trotz des Verbotes ein solcher Brummer vor ihm steht, dass er vergisst sein Stoppschild hochzuhalten, was wir natürlich als Freifahrt deuten und schon sind wir an ihm vorbei. Weil wir so breit sind, müssen wir in den frisch aufgeschobenen Dreck. Goliath fängt an zu stöhnen, wir sind schon bis auf 20 km/h runter, jetzt nur nicht stecken bleiben, 4x4 rein und wir wühlen uns durch die frisch geschobene Fahrbahndecke. Bevor der Fahrer des Graders auch nur piep sagen kann, sind wir auch schon durch die Baustelle, jetzt aber nix wie weg. Ja Swen, hier hättest du dein Pferdefuhrwerk elendig versenkt!

Ca. 50 Km weiter treffen wir auf den Highway 1. Wir machen einen Abstecher nach Fort Providence, müssen aber zuvor den Mackenzie River mit einer Fähre überqueren, die kostenlos ist. Man arbeitet emsig an einer Brücke, die 2010 fertig sein soll. Fort Providence ist ein kleiner Ort, in dem noch viele Indianer leben. Ein kleines verträumtes Örtchen, aber leider auch mit äußerst großen und aufdringlichen Moskitos, sodass wir am nächsten Tag schon wieder die Flucht ergreifen. Ein Gutes hat dieser Ort allerdings, er liegt direkt am Mackenzie Bison Schutzgebiet. Hier treffen wir auf riesige Herden dieser wunderschönen Tiere, an denen wir uns nicht satt sehen können.

Weiter machen wir einen Abstecher nach Hay River. Außer, dass wir hier einige Tage ungestört am Great Slave Lake stehen können ohne dass einen die Moskitos auffressen, gibt es hier nicht viel zu sehen. Im Ort selber, der ausschließlich aus flachen Gebäuden besteht, wollte sich wohl ein verrückter Architekt der Nachwelt verewigen. Hier steht mitten im Ort ein 17-stöckiges Hochhaus, an Hässlichkeit kaum zu überbieten. Aber das Beste ist, hier bekommen wir im North Mart Supermarkt das für uns beste Brot auf unserer bisherigen Reise. Zurück auf dem äußerst langweiligen Highway 1, können uns nur noch die beiden Wasserfälle Louise und Alexandra aus unserer Eintönigkeit herausholen bis wir den Ort High Level erreichen. Hier gibt es für uns an der Shell Tankstelle den bislang billigsten Diesel, von 1,36 Can$ pro Liter. Wer nicht auf die mittlerweile auf 15 Can$ angestiegenen Provincial Campingplätze fahren will, kann hier auf den Truckerparkplätzen der vielen Motels übernachten, meistens mit WiFi und das alles für nix. Um nicht Gefahr zu laufen auf dem äußerst ermüdenden Mackenzie Highway weiter Richtung Süden einzuschlafen, entscheiden wir uns für den parallel verlaufenden Highway 88, der als Piste in der Karte verzeichnet ist. Und tatsächlich, wenige Kilometer hinter Fort Vermillion beginnt, anfangs mit Wellblech, später mit vielen Löchern gespickt die Piste. Viel zu sehen gibt es hier außer unendlich viel Wald auch nicht, dafür scheppert es mal wieder richtig im Karton. Doch zum späteren Zeitpunkt kommen wir mal wieder ein wenig auf unsere Kosten. Die Piste ist durch häufige Regenfälle aufgeweicht und die Scheiße spritzt was das Zeug herhält, bis wir bei Slave Lake wieder auf Asphalt treffen, um schließlich Athabasca zu erreichen.

Am Infocenter von Athabasca sprechen uns die Engländer Paul und Georgina an. Sie sind vor einem Jahr nach Kanada ausgewandert und leben in einem kleinen Ort namens Vilna. Wir sind uns auf Anhieb sympathisch und wir werden von ihnen eingeladen, einige Tage bei ihnen zu verweilen, wenn wir von unserem Abstecher nach Fort McMurray zurück sind. Als wir Vilna erreichen, hat sich die Neuigkeit in Windeseile herumgesprochen. Wir werden mit einer Herzlichkeit empfangen, die wir mal wieder nicht für möglich gehalten haben. Die Nachbarn von Paul und Georgina sind fast alles Farmer. Meine Diät, die ich vor zwei Monaten angefangen habe, da mein nicht mehr ganz taufrischer Körper Rettungsringe angesetzt hat, ist völlig hinüber, als wir jeden Tag eine neue Einladung zum Essen annehmen müssen. Wir wollen ja schließlich nicht als unfreundlich gelten und ich sage euch, vom Kochen haben die was locker. Da wir wie fast immer nicht sonderlich viel zu tun haben, mache ich mich auf dem kleinen Hof von Paul und Georgina nützlich. Morgens Kälber mit dem Schnullereimer füttern, danach Hühner und Truthähne beköstigen und anschließend Rasen mähen, während unsere Frauen ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen - dem Einkaufen. Alles muss hier in Rekordzeit gedeihen, denn der Sommer ist kurz, der Winter allerdings lang und kalt. Letztes Jahr wurden hier über einen längeren Zeitraum - 47°C gemessen. Bei diesen Temperaturen macht man sich hier einen Spaß, den Inhalt einer heißen Tasse Kaffee in die Luft zu schleudern, der daraufhin zu Eiswürfeln gefriert, bevor er den Boden erreicht. So manch einer wird sich fragen, wie es bei uns so weiter geht. Nun, das ist eine berechtigte Frage. Da unsere beiden Gastgeber Internetanschluß haben, knüpfe ich wegen einer Verschiffung unseres Fahrzeugs von Halifax nach Hamburg die ersten Kontakte mit Seabridge. Prompt am nächsten Tag bekommen wir Antwort. Jeden Montag verlässt eine RoRo-Fähre Halifax in Richtung Hamburg, wobei die Kosten mittlerweile schmerzlich sind. Es werden z.Zt. 43€/m3 plus 38% Treibstoffzuschlag verlangt. Nach etwas mehr als einer Woche verlassen wir Paul und Georgina in Richtung Osten.

Aber die schönen Zeiten sind scheinbar vorbei, wo wir zum Übernachten in Waldwege abbiegen oder einfach stehenbleiben konnten wo wir wollten. Doch jetzt sind die Wälder ausgedehnten Agrarflächen gewichen und unsere Nachtplätze bestehen aus Rastplätzen, die zumindest in Saskatchewan ca. alle 100 Km am Straßenrand auftauchen. Doch in Manitoba bietet man den Autofahrern nichts, das heißt, man kann auf die teuren RV-Plätze, was wir uns aber sparen. So fragen wir häufig bei großen Firmen an, um dort zu übernachten. Seit wir unsere freundlichen Gastgeber verlassen haben, sind wir bis jetzt mehr als 1000 Km an blühenden Rapsfeldern vorbeigefahren, nicht dass das nicht schön wäre, aber doch etwas eintönig und es sieht so aus, als wäre kein Ende in Sicht. Wir sind z. Zt. auf dem Highway 16A unterwegs und kommen an dem Ort Minnedosa vorbei, als wir ein Plakat sehen, nächstes Wochenende großes Rodeo. Wir haben noch nie ein Rodeo gesehen.

Da wir noch eine ganze Woche Zeit bis dahin haben, beschließen wir auf den örtlichen Camping zu gehen, doch mit 20 Can$/Tag nur fürs Stehen, das wollen wir nicht ausgeben. War da nicht 5 Km vor Minnedosa diese kleine schnuckelige Rest Area? Also nix wie hin und sich ein paar Tage die Ruhe antun. Tagsüber fahren wir in die Stadt, um am Konferenzzentrum an der Hauptstraße hervorragend im Internet zu surfen, denn hier hat man super WiFi-Empfang. Im örtlichen Supermarkt werden Anna und Uwe auf uns aufmerksam. Sie sind vor 20 Jahren hierher ausgewandert und laden uns zu sich ein.

Am nächsten Tag fahren wir zu ihrem, wie sie es nennen, eigenem Tal. Und tatsächlich, wir fahren in ein weitläufiges Tal, sie haben nur einen Nachbar und können ca. 100.000 m2 ihr Eigen nennen. Viele andere Auswanderer treffen wir auch auf unserem Rastplatz, wie z.B. Birgit, seit 28 Jahren schon ist sie in Kanada als LKW-Fahrerin beschäftigt. Oft sei sie mit ihrem 400 PS starken Peterbilt bis an die mexikanische Grenze unterwegs und es wurde über sie schon eine Filmdokumentation gedreht.

Eine halbe Stunde später hält einer mit einem Volvo an, ruft: "He Nachbar. Welcome to Canada, ich komme aus Polen und bin schon 15 Jahre hier". So geht es weiter, wir haben keine Langeweile. Kein einziger dieser Auswanderer hat es je bereut aus seinem Heimatland abzuhauen.

Das Rodeo Wochenende ist da. Einmal und nie wieder. Die erste Frage, man, wo kommt ihr denn her? Dann bekommen wir einen Cowboyhut geschenkt, das sei Pflicht auf diesem Rodeo. Plötzlich ruft da einer, na schau mal einer an, die sind ja aus Soest. Da steht Oliver mit Frau und fünf Kindern vor uns, allesamt vor einem halben Jahr ausgewandert. Sie lebten früher in Krefeld. So, aber nun zum Rodeo. Zuerst sind die Wildpferde dran, das heißt, die sind gar nicht so wild, sondern werden wild gemacht. Man bindet den Tieren ein Seil stramm um den Körper, in Nähe der Genitalien. Dieses muss ihnen äußerste Schmerzen verursachen, sodass sie ihre Bocksprünge vollziehen. Als das dritte Pferd samt Reiter in die Arena gelassen wird, bricht es nach wenigen Sekunden zusammen, begräbt seinen Reiter unter sich, krampft noch ein paar Sekunden und es ist tot. Man befreit unverletzt den Reiter unter der schweren Last. Alles bejubelt den Cowboy, mit keinem einzigen Wort wird der Tod des Pferdes erwähnt. Zum späteren Zeitpunkt sind die Bullen dran. Auch sie vollziehen anscheinend nur ihre Sprünge wegen der ihnen zugefügten Schmerzen. Sie kommen zum Teil schon Blut überströmt aus den Boxen, weil sie sich schon dort bis aufs Äußerste gewehrt haben. Oft sind sie, nachdem sie ihren Reiter abgeworfen haben so in Rage, dass sie danach noch voller Panik mit den Köpfen vor die eisernen Metallpfosten der Umzäunung laufen. Sie brechen zusammen und zittern nur noch, keines dieser Tiere stirbt jedoch. Schockiert über diese Tierquälerei verlassen wir das Rodeo. Das war das erste und das letzte Mal, dass wir so eine Veranstaltung besucht haben.

Am nächsten Tag brechen wir von unserem billigen "Camping" auf, weiter Richtung Osten. Hier sind wir auf dem Trans Canada Highway Nr.1 unterwegs. Wir umfahren Winnipeg auf der gut beschilderten Umgehung und müssen feststellen, dass hier die Spritpreise nochmals unterboten werden. Hier wird der Liter Diesel zum Preis von 1,279 angeboten, Benzin liegt ca. 5 kanadische Cent darunter.

Was vielleicht noch erwähnenswert ist, dass Kanada ein neues Gesetz erlassen hat. Dem Benzin muss seit geraumer Zeit 10% Äthanol zugemischt sein, welches aus Getreide hergestellt wird. Für mich heißt das, in der Zukunft haben wir vielleicht genug Sprit für unsere Fahrzeuge, aber dafür nix mehr zu futtern oder das Mehl ist nicht mehr zu bezahlen! So rattern wir die Kilometer runter. Als wir die Staatsgrenze nach Ontario überqueren, wird die Landschaft wieder abwechslungsreicher. Wald und Seen beherrschen wieder das Tagesgeschehen, bis wir den Lake Superior erreichen. Er ist mit 82414 km2 der größte Süßwassersee der Welt. Ich meine, das ist auch nur ein See, aber aufgrund seiner Größe doch schon mal erwähnenswert. Drei Tage brausen wir nun schon an dem Ding entlang und es scheint kein Ende in Sicht.

 

Bis dahin. Wir sehen uns wieder auf unserer letzten Etappe in Amerika. Marion, Walter, Whisky und Eros.