Südafrika.

 

Reisezeit: 29.11.2005 bis 25.01.2006

 

Visum: Aufenthalt bis zu drei Monate ohne Visum, Verlängerung möglich.

Road-Tax: Keine.

Fahrzeugversicherung: Hat keiner nach gefragt. Wir haben unsere Yellow Card.

Hunde: Siehe Extrabericht „Reisen mit Hund“.

Währung: S-Afrikanischer Rand. 1 € = 7,5 Rand.

Bargeld: Mit Master, Visa (max. 1000 Rand) oder Maestro (bis 2000 Rand) an den Automaten der First Nationalbank oder aber mit der Maestro bis zu 5000 Rand bei der Standard Bank.

Kreditkarten: Werden vielerorts akzeptiert.

Diesel: 5,62 Rand.

Benzin: 5,63 Rand.

 

Am 29.11.05 stehen wir an der Grenze zu Südafrika. Nett und freundlich werden wir begrüßt, und da wir ja unser Movement-Permit für unsere Hunde haben, verstecken wir sie auch nicht, in dem Glauben, wir hätten alles getan, was getan werden muss. Wir werden gebeten zuerst dorthin, dann dahin und zuletzt zum Agriculture-Office zu gehen, wegen der Hunde. Ne, ne, sagt uns die Tante da, das Hunde-Permit gilt hier nicht, sie müssen ein Import-Permit haben, welches sie in Pretoria beantragen müssen. Mein Überdruckventil im Kopf steht kurz vorm Pfeifen, ich könnte platzen vor Wut. Was nun? Sie müsse uns nach Namibia zurückschicken, aber zuvor wolle sie nochmal telefonieren, denn unser Permit macht sie unsicher. Am anderen Ende der Leitung wird allerdings grünes Licht gegeben. Unsere Tante meint daraufhin, die andere wäre neu und hätte noch keine Ahnung, sie glaube unser Permit sei nicht gültig und sie sei sich sicher, dass das, was sie hier täte, nicht in Ordnung sei und stempelt trotzdem alles ab. Wir atmen auf und können fahren. Will wohl heißen, die hatten alle keine Ahnung!

Wir fahren direkt nach Capetown, da wir unseren Bruno am 05.12.05 dort zum Flughafen bringen müssen. Wir steuern zuerst den Chapman's Peak Caravanpark an, verlassen ihn aber am nächsten Tag fluchtartig, weil es hier vor Zecken nur so wimmelt. Wir sind den ganzen Tag damit beschäftig diese Mistviecher aus den Fellen unserer Hunde zu bekommen. Wir finden den Sunny Acres Camping in Sun Valley. Ein hundefreundlicher Platz, für 95 Rand pro Platz. Hier können Eros und Whisky nach Herzenslust rennen und mit anderen Hunden spielen, die es hier zu Hauf von anderen Campern gibt und sie reichlich mit Flöhen versorgen.

02.12.05. Wir haben es geschafft, nach 48500 km und 15½ Monaten Reisezeit haben wir das Kap der guten Hoffnung erreicht. Unser erstes großes Etappenziel. Wir stehen vor den tosenden Wellen des Meeres und ein Gefühl von Zufriedenheit überkommt uns. Und hier noch ein kleines Zahlenspiel: Wir haben mit 12963 Litern Diesel nicht gerade wenig zum Treibhauseffekt beigetragen, woraus sich ein Durchschnittsverbrauch von 26,7 Liter/100 km ergibt. 26,5 Liter Öl hat unser treuer MAN geschlürft, um ständig seine sechs Zylinder zu schmieren, woraus sich ein Schnitt von 0,55 Liter/1000 km ergibt. 17 Länder haben wir durchfahren.

Vom Camping aus unternehmen wir einige Tagestouren wie zum Beispiel den Besuch des Tafelberges. Für 110 Rand kann man sich mit einer Seilbahn bis nach ganz oben karren lassen, um einen Rundblick über Kapstadt zu haben. Wir entscheiden allerdings alle, dass uns das zu teuer ist und haken es als Touristennepp ab. Nach 19.00 Uhr kostet es nur noch die Hälfte.

Danach fahren wir am Chapman's Peak entlang, welches eine der schönsten Küstenstraßen der Welt sein soll. Die Fahrt kostet 88 Rand für ein Fahrzeug unserer Größe und ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle. Weiterhin besuchen wir einen Schlangenpark, in dem die meisten Schlangenarten Afrikas zu sehen sind. So treffen wir unter anderem auf unsere Hornviper, die Eros gebissen hat, und die Puffotter, die Marion böse angezischt hat. Ich gönne mir das zweifelhafte Vergnügen, mir eine 4 Meter lange indische Python um den Hals hängen zu lassen. Als sie sich allerdings, wenn auch langsam, mit dem Kopf in meine Richtung dreht, hört bei mir der Spaß auf und Ernst ist an der Reihe. Ich mach mir fast in die Hose vor Angst.

Manche Nachmittage muss dann der arme Bruno noch an die Arbeit. Seines Zeichens begnadeter Elektriker, muss er herhalten für einige kleine Elektrikprobleme. So starten wir unsere Kawasaki schon seit dem Sudan mit unserem "Cilly- Überlebenstaschenmesser", da sich unser E-Starterknopf verabschiedet hatte. Kurzerhand funktioniert er unseren Lichthupenschalter um zum E-Starter und repariert noch unsere Nebelschlussleuchte. Eine helle Kappe, der Kerl. Ich wäre mit meinen spärlichen Kenntnissen hoffnungslos überfordert gewesen.

Am 05.12.05 setzen wir Bruno wohlbehalten in den Flieger und unser normales Reiseleben beginnt wieder, so glauben wir. Doch jetzt geht der Stress erst richtig los.

So müssen wir MAN aufsuchen, wir haben eine leckende Wasserpumpe und ein leckendes Zwischengetriebe. Adresse: MAN Trucks & Bus (S.A.) (Pty) Ltd., Falcon Close, Okavango Park, Brackenfell 7560, E-mail: harley.w@man-sa.co.za , Tel. +27(0)21 9802720, Ansprechpartner: Wayne Harley, S 33° 51.469' E 018° 41.900'. Sie sind bereits 2 Jahre hier ansässig und MAN-Deutschland hat es bis heute nicht geschafft, den neuen Standort in ihrer Website zu ändern. Und überhaupt, was Kundenbetreuung oder Beratung per Internet angeht, kann man eher als schlampig bezeichnen, wenn auf Anfragen überhaupt geantwortet wird.

Weiterhin lassen wir uns bei Saaymans Spring Works, CNR Bridge & Thermo Roads, Triangle Farm, Stikland, Bellville 7530, S 33°54.498' E 018°38.768', zwei komplett neue Federpakete an der Vorderachse machen und um zusätzlich zwei Blätter verstärken. Wir sind es nun leid mit diesen ausgelutschten Federn herumzugondeln und darauf zu warten, bis sie sich endgültig verabschieden. Dazu kommt noch ein undichter Hydrauliktank, den wir schweißen lassen müssen. So sind wir nun die ersten zwei Wochen in Südafrika nur damit beschäftigt, irgendwelche Probleme zu beheben. Nebenbei verhandeln wir mit Schifffahrtsagenturen über Überfahrten und Preise nach Buenos Aires. Versuchen über die Argentinische Botschaft herauszufinden, was zu erledigen ist, um Hunde mitzunehmen. Fluglinien werden abgeklappert und Preise eingeholt. Reifenfirmen angefahren und über neue Reifen verhandelt. Glaubt uns, es kommt keine Langeweile auf. Was aber Reifen angeht und speziell 20 Zoll Räder, muss ich allen widersprechen, die uns versichert haben, in Südafrika gebe es keine LKW-Reifen dieser Größe. Alles Quatsch. Es gibt selbst unsere Michelin 395/85-20 XZL, allerdings weitaus teurer als in Deutschland. So liegt unser günstigstes Angebot bei ca. 1100 Teuro pro Reifen. Wir können uns die Märchensteuer von hier, 14%, wiederholen, beim VAT-REFUND Büro am Flughafen, weil wir die Reifen als Ersatzräder mit nach Argentinien nehmen wollen, so haben wir gehört. Man bekommt das Geld aber erst auf sein Konto überwiesen, wenn man das Zielland erreicht hat. Ne, Ne, das scheint uns nun doch zu windig und wir vergessen das mit den Reifen. Wir klappern einige Reisebüros ab, um die Flüge nach Buenos Aires zu buchen, doch Fehlanzeige, es ist Hauptsaison und kein Flug vor Mitte Februar zu kriegen, außer man fliegt über Johannesburg und muss somit umsteigen. Das wollen wir den Hunden aber nicht zumuten, bis zu 15 Stunden oder mehr, in ihren Boxen zu verharren. Was nun? Letzte Chance, wir schwingen uns auf die Kawasaki und düsen zum Flughafen, zu Air Malaysia, denn nur Air Malaysia fliegt BA direkt in 9,5 Std. an. Wir haben Glück, wir bekommen einen Flug für den 25.01.06.

Hier auf dem Camping treffen wir sehr nette Nachbarn an, Wolfie und Jacquie mit ihren fünf Kindern, die hier ihren ständigen Wohnsitz haben, welche sich engagiert für uns einsetzen, uns Adressen besorgen, für uns telefonieren und uns gleichzeitig zum Essen einladen. Bis auf die Wochenenden sind wir jeden Tag damit beschäftigt, die verschiedensten Schifffahrtsagenturen ausfindig zu machen, Preise einzuholen usw. Doch nur zwei haben eine geeignete Plattform (Flatrack) für uns, auf die unser MAN passt. Eine davon ist CosRen. Kosten hier: 4000 US$, wobei wir uns um alle anderen Sachen, wie Zollklärung, Verzurren usw. selbst kümmern müssen und zusätzliche Kosten auf uns zukommen. Der Vorteil hierbei ist, das Schiff fährt direkt nach Buenos Aires und braucht ca. 10-12 Tage. Allerdings unserer Meinung nicht sehr zuverlässig. Nachdem wir unsere Anfrage stellen, will man sich am nächsten Tag zurückmelden, aber nichts passiert. Wir rufen an. Man entschuldigt sich und sie wollen sich wieder melden, nichts passiert, und wir sind uns einig, kein guter Start für die Verschiffung unseres MAN.

Die andere Agentur ist Safmarine, Ansprechpartner Paul Zunckel, Standort Safmarine House, kennt jeder in Kapstadt. Wir werden zum Kaffee eingeladen, hervorragend informiert, und bester Service wird uns geboten. Die Kosten belaufen sich auf anfangs ca. 29000 Rand (3900 T€uro) inkl. aller anfallenden Kosten für S-Afrika, das heißt auch inkl. Überhöhe (ab 2 m, 1000 US$) und Überbreite (ab 2,43m, 1000 US$). Um die Überhöhe kommen wir nicht herum, wir haben aber an der breitesten Stelle (Stoßstange vorn) 2,50 m gemessen. Wegen 7 cm 1000 US$ mehr bezahlen? Kurze Zeit später müssen wir zur offiziellen Messung in den Hafen. Doch hier misst man nur 2,40 m, gut für uns, also neues Angebot mit 1000 US$ weniger. Kurze Zeit später ruft uns Paul Zunckel an und meint, unser Auto habe ihn so beeindruckt, dass sie es als Werbung in ihrem neuen Magazin veröffentlichen wollen und kommt uns nochmal mit 1000 Rand Rabatt entgegen. Chefetage plus Fotografin treffen sich morgens um 8 Uhr auf unserem Camping. Alles staunt Bauklötze, was hier los ist. Danach werden wir noch zum Frühstück eingeladen und der Deal ist perfekt. Wir haben ein gutes Gefühl bei der richtigen Firma angeheuert zu haben. Alles in allem kostet uns nun der Spaß 22350 Rand (ca. 2980 Teuro). Allerdings braucht unser Schiff ca. 24 Tage, weil es erst über Port Elisabeth fährt.

Am 06.01.06 ist es dann endlich soweit. Um 14.00 Uhr stehen wir im Hafen bei SACD (South Africa Container Depot) und fahren unser Reisegefährt auf das Flatrack. Wir schrauben alle wichtigen Teile ab, so dass sie nicht geklaut werden können und decken ihn mit einer 110 m2 großen Plane ab, die wir eigens hierfür aus Reststücken haben machen lassen (600 Rand bei "Airspace", 30A/B Fish Eagle Place, Fish Eagle Park, Kommetjie 7975, E-mail: sales@airspace.co.za). Es ist bereits 17.00 Uhr und keiner mehr auf dem Platz, und pünktlich beim Versuch die Plane überzulegen kommt heftiger Sturm auf. Marion und ich hängen an unserem Segel, als wollten wir ohne unser Auto nach Buenos Aires fliegen. Nur mit aller Gewalt gelingt es uns, eine Öse nach der anderen zu befestigen. Am Ende sind wir uns einig, eine Arbeit wie diese brauchen wir so schnell nicht wieder! Kurze Zeit später sehen wir nur noch unseren MAN hinter den Hafenmauern verschwinden, um aufs Schiff geladen zu werden. Verdammt komisches Gefühl! Safmarine stellt uns ein Taxi bereit, welches uns zum 40 km entfernten Camping zurückbringt. Hier bietet man uns einen 30 Jahre alten Wohnwagen an, um ihn die nächsten 3 Wochen zu nutzen. Zustand 7-8 und bei uns würde keiner mehr seine Hühner drin halten, aber wir nehmen das Angebot an, denn mit Hunden ist man froh, überhaupt eine Unterkunft zu bekommen, außer man geht in Hotels die 300 US$ p.P. kosten. Wie könnte es anders sein, es ist mal wieder Freitag – Freitag, der 13.01.06.

Zwei Wochen zuvor mussten wir einen Tierarzt aufsuchen, weil unser Eros einen 8 cm langen Hähnchenknochen verschluckt hatte und sich vor Schmerzen krümmte, wir aber nicht wussten, was passiert war. Schon mal hier, fragen wir, ob es hier möglich sei das Gesundheitszeugnis zu bekommen. Er untersucht unsere Hunde und meint, naja, beide schlechte Zähne, allerdings kein Problem, Eros noch eine vergrößerte Prostata (müsste irgendwann mal kastriert werden), aber auch kein Problem. Wir machen einen Termin für unser Zertifikat aus, eine Woche vor Abflug. Nun der Freitag. Hallo, wir kommen um unser Animal-Health-Certificate abzuholen.

Ne, sagt der Ars......., er habe es sich nochmal überlegt, also mit den Zähnen stellt sich ein enormes Gesundheitsrisiko dar, die müssen vorher alle raus, und die Prostata muss auch vorher behandelt werden, sprich kastrieren, aber er kann keine Unterschrift geben, bevor nicht alles ausgeheilt sei. Ich stehe vor ihm, möchte ihm am liebsten eine auf die Zwölf hauen. Wutentbrannt verlassen wir die Praxis. Was nun, eine Woche vor Abflug kein Zeugnis, wir können uns erschießen. Wolfie unser Nachbar, Freund und Fahrer, sagt, lass es uns bei einem anderen versuchen. Der hat Urlaub, also weiter. Wir finden einen weiteren. Der untersucht unsere beiden, naja, Zähne müssten mal gereinigt werden, Prostata lässt er aus, aber Blut muss abgenommen werden. Oh, was ist das! Eros hat Würmer im Blut (wahrscheinlich von Mücken übertragen), und jetzt? Null Problemo entwarnt unser netter Doktor, eine Spritze und in ein paar Tagen ist alles o.k. Wir bräuchten auch nicht wiederkommen. Zack, Unterschrift unter den Zettel und fertig. Also wer mal mit seinem Vierbeiner in diese Gegend kommt und einen Tierarzt aufsuchen muss, macht bitte einen großen Bogen um die Fourways Vet Clinic in Sun Valley, mit diesem geldgeilen Sack.

Und nun sitzen wir hier unsere Zeit in diesem alten Rattenstall von Wohnwagen ab und haben Langeweile. Marion lässt sich von unserem Nachbarn überreden doch noch den Tafelberg zu besuchen.

Am nächsten Morgen starten Marion, Wolfie und Tochter Samantha zu einem zweistündigen Fußmarsch auf den Tafelberg und 1,5 Std. wieder runter. Ich muss glücklicherweise auf die Hunde aufpassen. Zwei Tage danach schleicht Marion mit üblem Muskelkater durch die Gegend.

Wir haben noch eine Woche bis zum Abflug, auf den wir schon sehnsüchtig warten. Whisky und Eros müssen jeden Tag trainieren in die Transportboxen zu gehen, um sich an die lange Reise zu gewöhnen, was uns aber nur mit Leckerchen gelingt. Freiwillig geht keiner der beiden rein, als wüssten sie, was auf sie zukommt.

20.01.06, warum immer freitags? Ich habe einen Termin bei Safmarine, um unsere Carnets und unser Bill of Lading (das wichtigste Papier bei Verschiffungen, ohne dieses Papier bekommt man sein Fahrzeug nicht wieder) abzuholen, und um unsere Rechnung zu bezahlen. Ich sitze kaum, da kommt’s, wir haben eine schlechte Nachricht für sie! Das Schiff mit ihrem Fahrzeug ist pünktlich von Capetown ausgelaufen, Richtung Port Elisabeth (S-Afrika), dort sollte es erneut verladen werden und schon drei Tage in Richtung S-Amerika unterwegs sein, aber man hat es nicht mitgenommen. Angeblich hat sich der Kapitän geweigert, warum auch immer. Mein Kesselventil pfeift!!! Keiner weiß im Moment was Genaues. Für uns bedeutet das, in Buenos Aires bis Ende Februar zu warten mit enormen Mehrkosten. Was können wir tun, zumindest muss ich erst einmal bezahlen, denn sonst wird mir das wichtigste Frachtpapier nicht ausgehändigt. Man entschuldigt sich einige Male und man beteuert immer wieder, es sei ja schließlich nicht die Schuld der Agentur, sondern der Schifffahrtsgesellschaft, in diesem Fall Maersk Sealand, aber man bemühe sich um Aufklärung. Ja tolle Wurst, doch wir haben die Arschkarte gezogen! Am Nachmittag ein Anruf von Safmarine, man habe dem Kapitän ein bitterböses Fax geschickt und sich massiv beschwert. Was nützt uns das? Dann teilweise Entwarnung, man habe ein anderes Containerschiff ausfindig gemacht, das direkt von Port Elisabeth nach Buenos Aires geht und würde versuchen unser Auto dort unterzubringen. Wenn wir Glück hätten, könnte es schon an diesem Wochenende verladen werden, doch sicher sei das nicht. Montag wollen sie uns informieren. So sitzen wir nun auf heißen Kohlen und warten..., und warten..., und warten. Es ist mittlerweile der 24.01.06, 11.00 Uhr, und wir wissen immer noch nicht was mit unserem MAN ist. Wir rufen an. Paul Zunckel meint, er habe bislang nichts Negatives von Port Elisabeth gehört und er wolle erst zurückrufen, wenn er völlig sicher ist, ob unser Auto nun unterwegs ist oder nicht. So liegt uns bei Redaktionsschluss noch kein Ergebnis vor. Da wir aber unseren Südafrika-Bericht noch von hieraus zu Ende bringen wollen, warten wir mit Spannung auf die Dinge, die da kommen.

Am 25.01.06 werden unsere Hunde von der Travel Agency abgeholt, wir können freundlicherweise sofort mitfahren. Wir stehen noch am Flughafen, plötzlich kommt die erlösende Nachricht von Paul Zunckel/Safmarine. Ihr Fahrzeug ist heute Morgen um 6.00 Uhr auf die Nedlloyd-Adriana verladen worden und wird voraussichtlich am 07.02.06 in Buenos Aires ankommen. Bevor wir erleichtert ins Flugzeug steigen, laufen wir noch zur Cargohalle, um unsere Hunde noch einmal zum Pinkeln aus den Kisten zu holen. Kurze Zeit später werden sie auf einen Gabelstapler geladen und verschwinden im Flieger. Um 10.20 Uhr startet unser Flieger endlich, auf in neue Abenteuer.

 

Wir sehen uns hoffentlich alle gesund und munter in Argentinien wieder. Marion, Walter, Whisky und Eros.

 

Apropos Hunde, das ist eine Geschichte für sich. Reisen mit Hund ist mitunter sicher nicht immer einfach, aber was die Aus- bzw. Einreise nach Argentinien angeht, speziell von Südafrika und Asien, werden wir nie wieder unternehmen. Es werden einem Steine in den Weg gelegt und enorme Kosten verlangt. Die anfallenden Kosten in Argentinien können wir noch nicht genau beziffern, sie liegen aber mind. bei 1000 US$. Es könnte wesentlich billiger werden, wenn wir unsere Hunde als Übergepäck (excess baggage) anstatt als Cargo laufen lassen könnten, das aber macht Air Malaysia nicht. Selbst eine Anfrage in der Chefetage in Kuala Lumpur hat nichts bewirkt. Eventuell geht es bei einer anderen Airline. Wir werden die genauen Kosten im Argentinienbericht ausführlich aufführen.