MAN LX40, Goliath genannt, ist ein Prototyp, der eigentlich für das Ausland gebaut wurde. Der MAN hat einen originalen, wassergekühlten, 250 PS-starken Reihenmotor von MAN mit 6 Zylindern. Er ist mit einem Turbolader, einem Achtgang-Eaton-Schaltgetriebe mit Untersetzung, zuschaltbarem Allradbetrieb, zwei Quersperren und einer hydraulischen Seilwinde ausgestattet. Drei Tanks liefern 800 Liter Diesel. Im Innenraum sind zwei Wassertanks à 250 Liter untergebracht. Beheizt wird der Innenraum mit einer Truma-Gasheizung, die inklusive zur Warmwasserbereitung dient. Zusätzlich kann man auf zwei Dieselheizungen der Marke Webasto Airtop 2000 zurückgreifen. Zwei Solarpanele à 260 Watt liefern Strom, der in zwei Gelbatterien à 220 Ah eingespeist wird.



Walter Halscheidt ist am 01.04.1959 in Warstein geboren. Er hat seine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker erolgreich absolviert und hat 1985 eine Umschulung zum Krankenpfleger gemacht. Seit 1991 ist er mit Marion verheiratet. 1996 kaufte der leidenschaftliche Motorradfahrer ein HU-Fernreisegespann, mit dem die Idee einer Weltreise zu reifen begann. Reisen nach Nord- und dem südlichen Afrika sowie Reisen in den nahen Orient waren der Beginn. Mit zwei Hunden auf einem Motorrad war aber nicht gerade das, was sich die beiden Reisenden vorgestellt hatten. Also kauften sie einen MAN LX40, der zu einem Wohnmobil umgebaut wurde, und reisen seitdem in ferne Länder.



Marion Halscheidt ist am 25.02.1964 in Erwitte geboren. Nach dem Schulabschluss in Belgien und Deutschland hat sie ihre Lehre zur Arzthelferin erfolgreich abgeschlossen. 1988 lernte sie ihren jetzigen Ehemann, Walter Halscheidt, im Krankenhaus in Erwitte kennen. Von diesem Tag an hat sich ihr Leben gewandelt. Marion liebt die Natur und ist seit Kindesalter in Tiere vernarrt. Sie ist ein Fan von schönen Gärten und hat für die "große Reise" ihren eigenen Ziergarten aufgegeben und gegen einen riesigen Naturgarten eingetauscht. Das Reisen nahm in ihrem Leben eine große Rolle an. Seit 2004 ziehen sie nun um die Welt.



Whisky, ein Westhighland Terrier, ist im Oktober 1995 auf die Welt gekommen und konnte an Weihnachten in die neue Familie aufgenommen werden. Whisky war ein kluger Hund, ein Springinsfeld, ein Wildfang und ein absoluter Schmusehund. Wie viele Westies hatte er eine Vorliebe Joggern hinterherzurennen. Er hat in den vielen Lebensjahren Gutes und Schlechtes erfahren müssen. Besonders auf der vierjährigen Reise. Das Zeckenbissfieber hätte ihm in Uganda beinahe das Leben gekostet. Zwei Tage hat er in einer Tierklinik um sein Leben gekämpft. An Karfreitag im Jahr 2009 mussten Marion und Walter eine schwere Entscheidung treffen. Whisky litt an Magenkrebs, weshalb sie sich entschlossen haben, den 13-jährigen Terrierrüden von seinen Leiden zu erlösen. Eine traurige Zeit.



Eros, ein Scottisch-Terrier, ist im November 1995 auf die Welt gekommen. Er hatte einen ganz eigenwilligen Charakter - typisch für Terrier. Man sagt aber, der Scottisch-Terrier sei der Gentleman unter den Terriern, was bei ihm nicht immer zutraf. Er suchte sich seine Freunde selber aus und zeigte dieses auch manches Mal mit seinen großen Zähnen an. Lernen war nicht seine Stärke, er versteckte sich viele Male während unseres Trainings unter der Eckbank und kam nicht mehr hervor. Er war ein mutiger Hund, ein Draufgänger und ein Jäger. Während der vierjährigen Reise blieb ihm beinahe nichts erspart. In Namibia wurde er von einer Hornviper in die Nase gebissen und kämpfte vier Wochen lang ums Überleben. In Südamerika wurde sein Maul zwei Mal von Maden heimgesucht, wobei das letzte Mal sehr kritisch war, zumal der Abflug nach Costa Rica bevorstand. Dennoch ist er nach Deutschland zurückgekehrt, wo er im Februar 2009 eingeschläfert wurde, weil er sich nach Angaben des Tierarztes eine parasitäre Erkrankung eingefangen hatte. Um das feststellen zu können, hätte er sich in einer Tierklinik vielen Untersuchungen unterziehen müssen, was Marion und Walter dem ebenfalls 13-jährigen Terrierrüden nicht mehr zumuten wollten. Es war eine bittere Zeit beide Hunde in so kurzer Zeit zu verlieren.



Whisky und Eros

 

Unser Frauchen ist schon toll – sie nahm den Mund noch nie zu voll.

Einst gab sie das Versprechen und das wird sie auch nicht brechen,

einen zweiten Hund zu kriegen und deshalb werden wir sie lieben.

Ich, Whisky, bin jetzt nicht mehr allein und kann mich über einen Spielkameraden freuen.

Wir können zusammen in den Garten gehen und lassen dort keine Blume mehr stehen.

Ich genieße es voller Wonne und Eros liegt faul in der Frühlingssonne.

Wir wollen noch viel zusammen erleben – zumindest ist das unser Bestreben.

Am Ende der Geschichte können sagen wir: Dies ist ein saustarkes Leben hier!

 

(Marion Halscheidt)